Mancher Oldtimer ist heute schöner als damals

         Juli 2004

Beim Treffen des Oldtimer-Clubs Ingelfingen waren altertümliche Motorräder, Autos und Traktoren für Liebhaber zu bewundern

Hunderte von Besuchern kamen zum Oldtimertreffen des Oldtimer-Clubs Ingelfingen (OCI). Neben alten Motorrädern und Schleppern waren dieses Mal auch wieder alte Autos zu bewundern.

Der Teilnehmer mit der weitesten Anreise kam gleich als erster: Markus Walter war mit seiner eindrucksvollen Chevrolet Corvette 280 Kilometer aus dem schweizerischen Schaffhausen angereist. Zur Mittagszeit hatten sich beide Pausenhöfe der Grund- und Hauptschule mit fahrenden Ausstellungsstücken aus den letzten 90 Jahren gefüllt, zwischen denen die Teilnehmer und viele Besucher flanieren. Überall blitzte der Chrom in der Sonne, und im liebevoll aufpolierten, zumeist schwarzen Lack der Auto- und Motorrad-Oldtimer konnte der Betrachter den Sitz seiner Frisur überprüfen. “Manches Ausstellungsstück ist fast schon über-restauriert”, sagte der erste Vorsitzende des OCI, Ludwig Bayer, die sind heute schöner als sie es damals als Neufahrzeuge waren.” In bodenständiger Schutzfarbe gestrichen präsentierten sich dagegen die Traktoren, wobei hier der Porsche Diesel auch nach heutigen Design-Maßstäben ein echter Hingucker ist.

Über dem ganzen Gelände hing dabei der typische Oldtimer-Geruch: eine unverkennbare Mischung vom Öl der abkühlenden Motoren, dem alten Leder der Sitze und dem Zweitakt-Nebel aus historischen Motorrad-Auspüffen. Dabei sind die Ausstellungsstücke auf ihre ganz eigene Weise Zeugen ihrer Zeit. So imponierte etwa das älteste Auto in der Ausstellung, der gigantische 1929er Maybach Zeppelin V12, mit schierer Größe und dem unermesslichem Luxus der goldenen 20er Jahre. Winzig klein und sparsam dagegen zeigte sich der Heinkel-Kabinenroller, der in der kargen Nachkriegszeit den Menschen als fahrbarer Untersatz überhaupt erst Mobilität bringen sollte. Am Nachmittag verlieh Ludwig Bayer die Preise an die Teilnehmer. Besonders stolz war er auf die Hauptschüler, die im Werkunterricht in Zusammenarbeit mit dem OCI eine Honda Dax von 1970 restauriert hatten. “Teilweise hat es den Schülern schon gestunken”, sagte er, “aber Sie hätten einmal ihre Gesichter sehen sollen, als das Moped dann tatsächlich lief.”

Als älteste Teilnehmer bekamen Anni Seltenreich und Waldemar Kron einen Preis. Das älteste Motorrad war ein Wanderer Heeresmodell, Baujahr 1913, und der 1933er Deutz von Albert Mehl der älteste Schlepper.Mit 15 Mann war die größte Gruppe, die “Freunde alter Fahrzeuge” aus Obersulm, angereist. Einen Sonderpreis für die älteste Honda erhielt Albrecht Gerhard für seine 1962er CB72.

“Bei so einem großen Treffen sind natürlich alle unsere 33 Mitglieder voll eingespannt”, sagte Ludwig Bayer. Für den OCI ist nach der Ausstellung vor der Ausstellung: Die Vorbereitungen für nächstes Jahr fangen praktisch direkt nach der Ausstellung wieder an.

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